Mittwoch, 12. Juni 2013

Die Näh- und Bastellaube



Unterm Dach gibt es ein wunderschönes Zimmer in dem früher die Dienst- mädchen schliefen. Durch das geöffnete Westfenster auf der Höhe der Baumkronen, dringt das muntere Zwitschern der Vögel und das beständige Rauschen der vorbeifahrenden Autos,  Abendsonne flutet den Raum.
Die alte Efeutapete, die dafür sorgte, daß diesen Raum alle nur  die Laube  nannten, wurde bei der Sanierung entfernt,  die unansehnlichen Dielen geschliffen und geölt. 
Dieses war von jeher mein Lieblingszimmer in diesem großen Haus, zum einen, weil es durch seine Dachschrägen so behaglich anmutete, zum anderen, wegen der Efeutapete. Nun fügt es sich, daß die Laube die meine wird, als hätte sie auf mich gewartet. 
Auch wenn ihre Wände nun in frischem Weiß erstrahlen, sie hat dadurch nichts von ihrem Charme verloren.  Der alte Küchentisch aus dem Keller erhält einen auffrischenden Anstrich sowie eine neue Platte, er wird mir als Arbeitsplatz dienen. Der Küchenschrank bleibt so shabby wie er ist und bietet im Ober- und Unterteil viel Stauraum für Bastelutensilien. Ich kann es kaum erwarten, die Nähmaschine aufzubauen um Gardinen zu nähen, für die Laube und für etliche andere Zimmer hier im Haus.


Angelika